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Chronik

1874

Gründung der Marktfeuerwehr Aurolzmünster

Am 1. Mai 1874 fand im „Gräflich-Arco-Valley’schen Hofwirtskeller“ in Aurolzmünster die feierliche Gründungsversammlung der Marktfeuerwehr statt. Nach der Bewilligung der Statuten durch die k. k. Statthalterei in Linz wurde am 1. November 1874 die definitive Wahl der Kommandoschaft durchgeführt. Damit begann eine bis heute andauernde Erfolgsgeschichte, in der die Feuerwehr eine unverzichtbare Rolle für die Sicherheit und den Schutz der Bevölkerung spielt.

 

Erste Kommandoschaft:

  • Hauptmann: Erasmus Papsthart, Schmiedemeister
  • Stellvertreter: Josef Schwäry, Maschinist
  • Kassier: Josef Haas, Sattler
  • Steigerobmann: Josef Gstreun, Schlosser
    • Stellvertreter: Jakob Langbauer, Schneidermeister
  • Spritzenobmann: Josef Schwäry jun., Maschinist
    • Stellvertreter: Alois Schwäry, Maschinist
  • Rettungsobmann: Matthias Baumgartner, Ziegelmeister

     

Weitere Gründungsmitglieder: 
Hieronymus Jungwirth, Karl Sammereyer, Friedrich Schmid, Johann Staller, Jakob Kornbointner, Alois Schrattenecker.

Die Gründung im Jahr 1874 legte den Grundstein für die Marktfeuerwehr Aurolzmünster, die bis heute eine tragende Säule der Gemeindesicherheit darstellt.

1874 -1884

Kommandant: Erasmus Pabsthart

Erster Kommandant der Marktfeuerwehr Aurolzmünster.

1874

Erstes Depot bei der Zuckerfabrik

Das erste Feuerwehrdepot, damals als „Spritzenhaus“ bezeichnet, wurde bei der Gründung der Marktfeuerwehr in der der Zuckerfabrik errichtet. Im Jahr 1912 erhielt das Gebäude erstmals elektrische Beleuchtung, was einen bedeutenden Fortschritt in der Ausstattung darstellte.1923 wurde das Depot durch den Anbau eines Schlauchturms erweitert, der für das Trocknen der Schläuche und die Verbesserung der Einsatzbereitschaft genutzt wurde. Dieses erste Depot bildete die Grundlage für die weitere Entwicklung der Infrastruktur der Feuerwehr.

1884 - 1894

Kommandant: Johann Hörmandinger

1894 - 1899

Kommandant: Alois Schrattenecker

1899 - 1924

Kommandant: Jakob Kornbointner

Jakob Kornbointner, ein Gründungsmitglied der Marktfeuerwehr, führte die Feuerwehr mit großem Engagement und vorbildlichem Einsatz über 25 Jahre hinweg. Unter seiner Leitung wurden die Grundlagen für die erfolgreiche Entwicklung und den langfristigen Bestand der Feuerwehr gelegt.

1924 - 1945

Kommandant: Karl Hörmandinger

Karl Hörmandinger war zwanzig Jahre lang Kommandant der Marktfeuerwehr Aurolzmünster. In dieser Zeit erwarb er sich unvergängliche Verdienste um das Feuerwehrwesen und trug maßgeblich zur Weiterentwicklung der Marktfeuerwehr Aurolzmünster bei.

1933

Übersiedlung in die Pichhalle des gräflichen Brauhauses

Von 1933 bis 1945 war die Pichhalle des gräflichen Brauhauses das Feuerwehrdepot der Marktfeuerwehr. 
Nach 1945 wurde das Einsatzfahrzeug der Feuerwehr im Sudhaus desselben Brauhauses untergebracht.

1945 - 1945

Kommandant: Josef Schneiderbauer

1946 - 1951

Kommandant: Georg Haginger

Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm Georg Haginger die verantwortungsvolle Aufgabe, die Marktfeuerwehr Aurolzmünster neu aufzubauen. Mit großem Engagement sorgte er für die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft und die Weiterentwicklung der Feuerwehr in herausfordernden Zeiten.

1951 - 1953

Kommandant: Josef Buttinger

 

1953 - 1958

Kommandant: Johann Hehenberger

1958 - 1964

Kommandant: Ing. Karl Hörmandinger

1964

Übersiedlung in die gräfliche Maschinenhalle

Im Jahr 1964 zog die Marktfeuerwehr in die gräfliche Maschinenhalle um.

1964 - 1966

Kommandant: Josef Wagenleitner

1966 - 1978

Kommandant: Josef Fuchs

Unter der 12-jährigen Führung von Josef Fuchs machte die Marktfeuerwehr bedeutende Fortschritte. In seiner Amtszeit wurden drei Einsatzfahrzeuge angeschafft, und der Bau des heutigen Feuerwehrhauses am Marktplatz wurde erfolgreich umgesetzt.

 

1973

Ankauf der Maschinenhalle und Grundstückserweiterung

Unter der Amtszeit von Bürgermeister Ebner gelang es der Gemeinde im Jahr 1973, die Maschinenhalle, die zu dieser Zeit als Zeughaus diente, sowie 500 m² Grund von Graf Arco-Zinneberg zu erwerben. Dieser Ankauf stellte einen wichtigen Schritt zur Sicherung und Weiterentwicklung der Infrastruktur der Marktfeuerwehr dar.

1974

Anschaffung des ersten Kommandofahrzeugs (KDO)

Erstmals wurde ein gebrauchter VW-Bus aus der Feuerwehrkasse angekauft und eigenständig zum Kommandofahrzeug umgebaut. Ausgestattet mit Alarm- und Einsatzplänen, Funkgeräten, Verkehrssicherheitsausrüstung, Atemschutzgeräten, Feuerlöschern und Sanitätsmaterial, diente es als Begleit- und Mannschaftsfahrzeug für den Tankwagen sowie als mobile Einsatzleitstelle am Einsatzort.

1974

Planung und Baubeginn des neuen Zeughauses

Im Jahr 1974 wurden die Pläne für das neue Zeughaus eingereicht und der Bau mit einem Kostenvoranschlag von 2 Millionen Schilling begonnen. Während der Bauzeit diente die ehemalige Waschhalle der Firma Pürstinger als provisorisches Zeughaus, um die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr sicherzustellen.

1975

Fertigstellung und Bezug des neuen Feuerwehrhauses

Der Bau des neuen Feuerwehrhauses schritt zügig voran, sodass das Gebäude mit sämtlichen Einrichtungen wie Garagen, Schulungsraum und Werkstatt für insgesamt 1.983.000 Schilling fertiggestellt werden konnte.

Die Feuerwehrgarage bot Platz für fünf Einsatzfahrzeuge und war mit einer Werkstatt, einem WC, einem Waschraum sowie einem Schlauchturm ausgestattet. Im ersten Stock befanden sich eine Wohnung, ein Schulungs- und Lehrsaal sowie ein Kommandobüro, wodurch das neue Gebäude modernen Anforderungen gerecht wurde und die Einsatzbereitschaft der Marktfeuerwehr deutlich verbesserte.

1977

Anschaffung des Tanklöschfahrzeugs TLF 2000-60

Im Jahr 1977 wurde das Tanklöschfahrzeug TLF 2000-60 mit finanzieller Unterstützung des Landes, des Landesfeuerwehrkommandos, der Gemeinde und der Feuerwehrkasse angeschafft. Das Fahrzeug verfügte über einen 2000-Liter-Wassertank und eine Hochdruckpumpe, die beide Hochdruckleitungen mit einem Ausgangsdruck von 40 bar versorgte.Zur Ausstattung gehörten 60 Liter Schaumlöschmittel samt Schaumgeräten, drei schwere und drei leichte Atemschutzgeräte mit Reserveflaschen, eine Hitzeschutzausrüstung, diverse Bergegeräte, eine 8-Meter-Schiebeleiter sowie ein Wasserwerfer.

1978 - 1991

Kommandant: Alfred Redhammer

1979

Anschaffung des Löschfahrzeugs LF-B mit Bergeausrüstung

Für die Erweiterung der Einsatzmöglichkeiten wurde ein Löschfahrzeug vom Typ LF-B mit Bergeausrüstung angeschafft. Im Jahr 1984 wurde die im Fahrzeug befindliche Motorspritze erneuert, um den aktuellen Anforderungen zu entsprechen.Zur Ausstattung des Fahrzeugs gehörten neben Saug- und Druckschläuchen ein 6-kVA-Notstromaggregat mit Scheinwerfern, eine Tauchpumpe, eine Motorkettensäge, ein Trennschleifer sowie eine 8-Meter-Schiebeleiter. Für die Kommunikation standen ein mobiles Funkgerät und zwei Handfunkgeräte zur Verfügung. Dieses Fahrzeug ermöglichte der Feuerwehr eine vielseitige und effiziente Einsatzbereitschaft bei unterschiedlichsten Herausforderungen.

1979

Verlegung des Strahlenschutzstützpunkts nach Aurolzmünster

Im Jahr 1979 wurde der Strahlenschutzstützpunkt des Bezirks Ried nach Aurolzmünster verlegt. Damit übernahm die Marktfeuerwehr eine zentrale Rolle in der Bewältigung strahlenschutztechnischer Aufgaben im gesamten Bezirk.

1979

Einführung des Funkalarmierungssystems

Bis 1979 war es lediglich der Knopfdruck auf die Sirene, der die Mitglieder der Marktfeuerwehr zum Einsatz rief. Mit der Einführung des Funkalarmierungssystems zählte die Marktfeuerwehr zu den ersten Wehren, die diese innovative Technologie nutzten.Durch das neue System konnte die Sirene nicht nur vom Zeughaus aus, sondern auch von der Bezirkswarnstelle und der Landeswarnzentrale ausgelöst werden. Diese Erweiterung der Alarmierungsmöglichkeiten erwies sich insbesondere bei größeren Bränden, Hochwasser und Katastrophenfällen als unverzichtbar, da sie eine schnellere und koordinierte Einsatzbereitschaft ermöglichte.

1981

Stationierung des Rüstfahrzeugs KRF-E-Stahl bei der Marktfeuerwehr Aurolzmünster

Im Jahr 1981 wurde durch den Landeskatastrophenhilfedienst ein Rüstfahrzeug des Typs KRF-E-Stahl in Aurolzmünster stationiert. Mit diesem Fahrzeug übernahm die Marktfeuerwehr die wichtige Aufgabe des Notstromversorgungsstützpunkts für den Bezirk Ried. Zur Ausstattung des Fahrzeugs zählten ein 5-kVA-Notstromaggregat, diverse Beleuchtungsgeräte, ein mobiles Funkgerät, Bergegeräte, ein Winkelschleifer und eine 7-Meter-Schiebeleiter. Zusätzlich waren alle Messgeräte für den Strahlenschutzstützpunkt an Bord. Damit trug das Fahrzeug wesentlich zur überregionalen Einsatzfähigkeit und Katastrophenhilfe bei.

 

1985

Einführung der Stillen Alarmierung

Mit der Einführung der stillen Alarmierung setzte die Marktfeuerwehr einen weiteren Meilenstein in der Einsatzorganisation. Neben der Sirenenalarmierung ermöglicht dieses System, dass die Feuerwehrmänner direkt über Funkmeldeempfänger (Pager) alarmiert werden.

1986

110-jähriges Gründungsfest mit Bezirksfeuerwehrfest und Leistungsbewerb

Mit zweijähriger Verspätung wurde 1984 das 110-jährige Gründungsfest der Marktfeuerwehr Aurolzmünster (1874–1984) gefeiert. Im Rahmen dieses Jubiläums fanden das Bezirksfeuerwehrfest sowie der 21. Bezirksleistungsbewerb in Aurolzmünster statt, wodurch die Veranstaltung zu einem besonderen Höhepunkt im Feuerwehrwesen des Bezirks wurde.

 

2017

Neubau Feuerwehrhaus